Nur wenige Länder vereinen so viele Welten in sich wie Indonesien. Hier erheben sich mehr als siebzehntausend Inseln aus zwei Ozeanen, jede mit eigenen Tempeln, Vulkanen, Riffen und einem eigenen Rhythmus des Alltags. Eine Reise durch Indonesien folgt selten einer geraden Linie, sie bewegt sich zwischen dichtem grünem Regenwald, rauchenden Kratern, altem Stein und Wasser, das so klar ist, dass es fast zu verschwinden scheint.
Borobudur
Aus dem Morgennebel Zentraljavas erhebt sich Borobudur, der seit dem neunten Jahrhundert steht und dessen gestufte Steinterrassen tausende Reliefs und hunderte sitzende Buddhastatuen tragen. Die Ankunft vor Sonnenaufgang, wenn die umliegenden Vulkane langsam aus dem Dunst auftauchen, bleibt eines der stillsten und zugleich eindrucksvollsten Erlebnisse in ganz Südostasien.
Bali
Bali trägt seinen Beinamen zu Recht. Steintempel erheben sich über schwarzen Sandstränden und smaragdgrünen Reisterrassen, während täglich Opfergaben aus Blumen und Räucherwerk schon früh am Morgen vor den Türschwellen erscheinen. Vom Klippenheiligtum Uluwatu bis zu den gestaffelten Feldern von Jatiluwih verbindet Bali Hingabe und Schönheit zu etwas, das Reisende selten vergessen.
Komodo Nationalpark
Verteilt über eine Kette vulkanischer Inseln zwischen Sumbawa und Flores ist der Komodo-Nationalpark die Heimat der letzten wild lebenden Komodowarane der Erde sowie einiger der artenreichsten Korallenriffe des Planeten. Über dem Wasser vervollständigen rostfarbene Hügel und rosafarbene Sandstrände eine Landschaft, die in Indonesien ihresgleichen sucht.
Mount Bromo
Kaum etwas lässt sich mit dem Sonnenaufgang über dem Mount Bromo vergleichen, wenn der noch aktive Vulkan dünne Rauchschwaden in ein Wolkenmeer entlässt, das den Kraterboden bedeckt. Der Weg zum Aussichtspunkt erfordert einen sehr frühen Start, doch der Anblick, der folgt, Schichten aus Asche, Licht und fernen Gipfeln, lässt diese Mühe klein erscheinen.
Raja Ampat
Vor der Küste Westpapuas liegt Raja Ampat, ein Archipel, das als eines der artenreichsten Zentren mariner Biodiversität der Welt gilt. Unter Wasser, das von Kalksteininseln durchzogen ist, finden Taucher Korallengärten, die fast nirgendwo sonst ihresgleichen finden, während die Inseln selbst oberhalb der Wasseroberfläche zu den ruhigsten und unberührtesten in Indonesien zählen.
Magelline Perspektive
Indonesien lässt sich nicht in einem einzigen Bild zusammenfassen. Es ist ein Tempel bei Sonnenaufgang, ein Drache, der sich über trockenes Gras bewegt, ein Riff, das unter klarem Wasser leuchtet, und all das existiert gleichzeitig auf tausenden Inseln. Hier zu reisen bedeutet zu akzeptieren, dass eine einzige Reise immer nur einen Bruchteil davon zeigen wird, und genau deshalb kehren Reisende immer wieder zurück.

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