Der Libanon hält seine Schätze dicht beieinander. An einem einzigen unbeeilten Tag stehen Sie in einem römischen Tempel, steigen in eine Höhle aus beleuchtetem Stein hinab und essen zu Mittag an einem Hafen, der seit der Bronzezeit in Gebrauch ist. Nichts hier ist vom Alltag abgetrennt. Die Vergangenheit läuft einfach neben ihm weiter.
Baalbek ist das große Staunen des Landes, ein römisches Heiligtum in einem Maßstab, der sich noch immer jeder Erklärung entzieht, seine Säulen vor den Bergen der Beqaa wie das Werk einer größeren Gattung. Byblos bietet das entgegengesetzte Vergnügen, vertraut und vielschichtig, ein kleiner Hafenort, in dem phönizische, kreuzfahrerische und osmanische Reste sich über einer Bucht aus blauem Wasser aneinanderlehnen.
An der Küste bewahren Tyros und Sidon mit stiller Selbstverständlichkeit ihre römischen Straßen und Meeresburgen, während Anjar die elegante Geometrie einer frühislamischen Stadt beinahe konkurrenzlos erhält. Im Landesinneren breitet der Beiteddine Palast seine Höfe und Mosaike über einen Hang im Chouf, und die Jeita Grotte öffnet sich unter dem Fels zu Sälen aus blassen Tropfsteinen, gespiegelt in stillem unterirdischem Wasser.
Beirut belohnt das Umherstreifen. Das Nationalmuseum Beirut versammelt die lange Geschichte des Landes in einem ruhigen Gebäude, die Felsen von Raouché stehen bei Sonnenuntergang vor der Küste, während die ganze Stadt zusieht, und der Hügel von Harissa blickt unter seiner weißen Statue über die Bucht.
Auch die Natur behauptet sich. Das Qadischatal schneidet tief in die nördlichen Berge, seine Felswände verbergen in den Stein gehauene Klöster, seine Pfade sind still genug, um den Fluss tief unten zu hören. Darüber stehen die Zedern Gottes, die letzten der alten Haine, und südlich schützt das Zedernreservat Chouf einen größeren Waldstreifen, in dem die Bäume die Hänge hinab zum Meer laufen.
Jeder dieser Orte trägt seine eigene Geschichte und verdient mehr als einen Absatz. Folgen Sie den Links oben, um sie einzeln zu erkunden.
Magelline Perspektive
Die Sehenswürdigkeiten des Libanon sind nicht für Besucher arrangiert. Sie sind schlicht dort, wo sie immer waren, noch stehend, noch in Gebrauch, noch Teil des täglichen Ausblicks aus irgendeinem Fenster. Das gibt ihnen ihr Gewicht. Man betrachtet sie hier nicht aus der Ferne. Man geht zwischen ihnen hindurch, und dann geht man essen.

Englisch
Armenisch
Spanisch