Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Indiens zählt das Taj Mahal in Agra, ein Mausoleum aus Marmor, das im siebzehnten Jahrhundert von Kaiser Shah Jahan zum Gedenken an seine Frau Mumtaz Mahal errichtet wurde. Die perfekt symmetrischen Kuppeln und Minarette vor Gärten und spiegelnden Wasserbecken haben es zu einem der bekanntesten Bauwerke der Welt gemacht.
Ein Besuch bei Sonnenaufgang wird sehr empfohlen, wenn der Marmor zarte rosa und goldene Töne annimmt und die Besuchermengen noch klein sind. Das Monument ist freitags geschlossen, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte.
Amber Fort, Jaipur
Auf einem Hügel über dem Maota-See gelegen, ist das Amber Fort eines der prächtigsten Beispiele rajasthanischer Festungsarchitektur und vereint in seinen Höfen, Hallen und verspiegelten Kammern hinduistische und Mogul-Stile. Der Sheesh Mahal, die Halle der Spiegel, wirkt besonders eindrucksvoll, selbst im Licht einer einzigen Kerze.
Nur kurze Strecke entfernt vervollständigen der Stadtpalast und der Hawa Mahal einen vollen Tag voller Eindrücke von Jaipurs königlicher Vergangenheit.
Ein früher Morgenbesuch hilft, die Hitze und große Reisegruppen zu vermeiden, und ein Führer kann helfen, die Symbolik der Festungsarchitektur besser zu verstehen.
Die Ghats von Varanasi
Entlang des westlichen Ufers des Ganges erstrecken sich die Ghats von Varanasi, breite Steinstufen, an denen Alltagsleben und alte Rituale aufeinandertreffen. Bei Sonnenaufgang baden Pilger im Fluss, während am Abend die Ganga-Aarti-Zeremonie das Ufer mit Gesängen, Glockenklang und treibenden Öllampen erfüllt.
Eine Bootsfahrt auf dem Fluss, besonders bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, bietet die beste Perspektive auf die Größe und Atmosphäre dieser heiligen Stadt.
Besucher sollten sich den Verbrennungs Ghats mit Respekt nähern, da sie für ortsansässige Familien weiterhin aktive Orte der Trauer und des Rituals sind.
Die Backwaters von Kerala
Im südlichen Bundesstaat Kerala verläuft entlang der Küste ein Netz aus Kanälen, Flüssen und Lagunen, bekannt als die Backwaters. Traditionelle Hausboote, früher für den Transport von Reis und Gewürzen genutzt, bringen Reisende heute gemächlich vorbei an Reisfeldern, Kokospalmenhainen und kleinen Dörfern.
Eine Übernachtung auf einem Hausboot, das von Alleppey oder Kumarakom ablegt, ist eine der entspanntesten Arten, das ländliche Kerala zu erleben, oft mit frisch zubereiteten Meeresfrüchten an Bord.
Die Backwaters lassen sich am besten außerhalb der Monsunzeit besuchen, wenn Wasserstände und Wetter für gemächliches Reisen am günstigsten sind.
Goldener Tempel, Amritsar
Als spirituelles Zentrum des Sikhismus ist der Goldene Tempel in Amritsar ein vergoldetes Heiligtum inmitten eines großen Wasserbeckens, des Amrit Sarovar. Der Tempelkomplex steht Besuchern aller Glaubensrichtungen rund um die Uhr offen und betreibt eine der größten gemeinschaftlichen Küchen der Welt, in der täglich zehntausende Menschen kostenlos verpflegt werden.
Ein Besuch nach Einbruch der Dunkelheit, wenn der Tempel beleuchtet ist und sich im Wasser spiegelt, hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Eine Kopfbedeckung ist für alle Besucher Pflicht, und vor dem Eintreten müssen die Schuhe ausgezogen werden.
Die Strände von Goa
An Indiens Westküste bietet Goa eine Reihe von Strandabschnitten mit sehr unterschiedlichem Charakter, von den lebhaften Ufern Bagas und Calangutes bis zu den ruhigeren Abschnitten Palolems und Agondas im Süden. Der portugiesische Kolonialeinfluss zeigt sich in der Architektur von Kirchen, alten Stadthäusern und in der Küche, die indische Gewürze mit europäischen Zubereitungsarten verbindet.
Die Trockenzeit von November bis Februar bietet das angenehmste Wetter sowohl für Strandtage als auch für Erkundungen in Goas Altstadtviertel, etwa Fontainhas in Panaji.
Aus Sicht von Magelline sind Indiens Sehenswürdigkeiten selten nur Bauwerke. Das Taj Mahal ist zugleich eine Liebesgeschichte, die Ghats von Varanasi sind zugleich ein lebendiges Ritual, und ein Hausboot in Kerala ist zugleich ein gemächlicher Nachmittag zwischen Reisfeldern. Wer diese Orte mit etwas Hintergrundwissen erlebt, macht aus Sightseeing fast schon Verständnis.

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