An der Kreuzung dreier Kontinente liegt ein Land, in dem antiker Stein und moderne Skylines denselben Horizont teilen. Israel ist ein Reiseziel, an dem Geschichte, Glaube und zeitgenössisches Leben auf eine Weise zusammentreffen, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt.
Von den goldenen Mauern Jerusalems bis zu den belebten Promenaden Tel Avivs, von Wüstenschluchten bis zu mediterranen Küsten: Israel bietet Reisen, die rasch zwischen dem Heiligen und dem Alltäglichen wechseln.
Reisende kommen aus vielen Gründen hierher: wegen der geschichtlichen Tiefe, der Herzlichkeit der Menschen, einer Küche, die auf frischen Produkten und gemeinsamen Tellern aufbaut, und des Gefühls, dass jede Straße jahrhundertealte Geschichten in sich trägt.
Israel mag von der Fläche her bescheiden sein, doch es birgt eine bemerkenswerte Vielfalt innerhalb seiner Grenzen.
Die Städte
Jede israelische Stadt zeigt eine andere Persönlichkeit.
Jerusalem erhebt sich über honigfarbene Hügel, seine Altstadt ist in Viertel unterteilt, die seit Jahrtausenden Pilger und Reisende anziehen. Außerhalb der Mauern halten moderne Stadtteile, Märkte und eine lebendige Gastronomieszene die Hauptstadt fest in der Gegenwart verwurzelt.
Tel Aviv erstreckt sich entlang der Mittelmeerküste, eine Stadt der Strände, Dachbars und der weltweit größten Ansammlung von Bauhaus-Architektur. Ihr Rhythmus ist schnell, säkular und unverkennbar jung.
Im Norden erhebt sich Haifa an den Hängen des Karmelgebirges, Heimat der terrassierten Bahai-Gärten und einer Hafenstadtatmosphäre, geprägt von Generationen gemischter Gemeinschaften. Weiter entfernt bewahren Nazareth und die Region rund um den See Genezareth einen langsameren, ländlich geprägten Charakter.
Im Süden öffnet sich Eilat zum Roten Meer, wo Korallenriffe nur einen kurzen Schwimmzug von der Wüste entfernt liegen.
Kultur & Menschen
Israels Kultur ist von Natur aus vielschichtig. Jüdische, arabische, drusische, beduinische, armenische und christliche Gemeinschaften prägen gemeinsam das tägliche Leben, und Hebräisch und Arabisch teilen sich die Straßen mit Englisch, Russisch und Dutzenden weiteren Sprachen, die von einer außergewöhnlich internationalen Bevölkerung gesprochen werden.
Gastfreundschaft sitzt hier tief. Gespräche kommen leicht zustande, Meinungen werden offen geteilt, und eine Einladung zu einem Familienessen ist selten nur eine Geste.
Feiertage & Traditionen
Jüdische Feiertage bestimmen den Rhythmus des Kalenders, und Reisende profitieren davon, ihn zu verstehen. Der Schabbat dauert von Freitagnachmittag bis Samstagabend; in dieser Zeit verlangsamt sich der öffentliche Verkehr, und in religiösen Stadtteilen schließen viele Geschäfte, während Tel Aviv weitgehend in Bewegung bleibt.
Rosch ha-Schana und Jom Kippur fallen in den frühen Herbst und bringen Einkehr und Ruhe. Sukkot füllt die Straßen mit provisorischen Laubhütten im Freien. Chanukka bringt im Dezember Kerzenlicht in die Fenster, und Pessach im Frühling verändert für eine Woche landesweit die Speisekarten. Wer seine Reise um diese Feiertage herum plant, besonders um Jom Kippur, wenn das Land weitgehend stillsteht, reist deutlich entspannter.
Israelische Gastronomie
Wenige Küchen belohnen Neugier so großzügig wie die israelische. Aufgebaut auf mediterranen Produkten und geprägt durch Einwanderungswellen, leiht sich diese Küche selbstbewusst und verbessert das Geliehene. Reisende entdecken schnell Hummus und Falafel, stets frisch und niemals aus der Packung, Shawarma und Sabich (gebratene Aubergine mit gekochtem Ei) in warmen Pita sowie israelischen Salat, leuchtend von Tomaten, Gurken und Kräutern. Die Weinberge der Golanhöhen und der Judäischen Berge bringen Weine hervor, die selbst erfahrene Kenner überraschen.
Märkte sind die besten Orte, um zu verstehen, was die Einheimischen wirklich essen. Der Machane Yehuda in Jerusalem und der Carmel Market in Tel Aviv bieten eine vollständige Lehrstunde in Geschmack, Textur und Atmosphäre. Die Mahlzeiten hier sind großzügig, gesellig und gemächlich: Mezze-Teller werden herumgereicht, statt auf einzelne Teller aufgeteilt zu werden.
Reisetipps
Sicherheitskontrollen sind an Flughäfen, Busbahnhöfen und größeren Sehenswürdigkeiten üblich und verlaufen meist zügig, sobald man mit ihnen rechnet. Zurückhaltende Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt, ist an religiösen Stätten angemessen, unabhängig von der eigenen Glaubenszugehörigkeit. Die Landeswährung ist der neue israelische Schekel, und Kreditkarten werden selbst bei kleinen Anbietern weitgehend akzeptiert.
Da sich die regionale Lage rasch ändern kann, lohnt es sich, aktuelle Reisehinweise und Flugpläne kurz vor der Abreise zu prüfen, statt sich auf Wochen alte Informationen zu verlassen.
Magelline Perspektive
Israel verlangt von Reisenden keine Entscheidung zwischen Antike und Moderne, zwischen Religiösem und Weltlichem, zwischen Wüste und Meer. Es bietet alles davon innerhalb einer einzigen Nachmittagsfahrt. Der Weg von einer steinernen Gasse in Jerusalems Altstadt zu einer Strandbar in Tel Aviv ist in vielerlei Hinsicht das ganze Land im Kleinen: vielschichtig, kontrastreich und nie ganz fertig mit dem Erzählen seiner Geschichte. Mit Magelline liegt diese Geschichte zum Entdecken vor Ihnen.

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